Michael Lerchenberg & Jost-H. Hecker: Karl Valentin, Abgründe eines Komikers
Literaturabend in der Kulturfabrik

Valentins Sketche, Stücke und Filme sind Klassiker. Den „Firmling“ oder die „Orchesterprobe“ kennt beinahe jeder und manches wie der „Buchbinder Wanninger“ ist zumindest im süddeutschen Sprachraum sprichwörtlich geworden. Sein Humor ist geprägt von einem außergewöhnlichen Sprachwitz, sodass ihn die zeitgenössischen Kritiker als „Wortzerklauberer“ lobten. Valentin war Pessimist, seine Komik ist oft tragisch und genährt durch den ständigen Kampf mit alltäglichen Dingen wie der Auseinandersetzung mit Behörden und Mitmenschen. Und wie sich die Tücken und Katastrophen des Alltags in seinem künstlerischen Schaffen berghoch türmten, taten sie das auch in seinem Privatleben. Michael Lerchenberg lotet diese Abgründe im Leben und Werk Karl Valentins aus. Er liest und rezitiert, er erzählt und spielt und schlägt die große Trommel. Mit ihm agiert und streicht am Cello Jost-H. Hecker, einer der Mitbegründer des "Modern String Quartet".


Michael Lerchenberg ist Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Intendant. Bayernweit wurde er als Darsteller des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber beim alljährlichen Starkbieranstich auf den Nockherberg in München bekannt. Von 2008 bis 2010 leuchtete er in der traditionellen Rolle des Bruder Barnabas den Politikern heim. Lerchenberg lehrt an der Bayerischen Theaterakademie/Hochschule für Musik in München im Studiengang Schauspiel/Musical und ist seit 2004 Intendant der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel. Neben seiner Lehr- und Regietätigkeit spielt Lerchenberg in zahlreichen Fernsehproduktionen und –serien mit, u. a. in der Serie "Der Bulle von Tölz".

Der Cellist Jost-H. Hecker zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der europäischen Musikwelt. Er ist einer der Mitbegründer des "Modern String Quartet" und spielte u.a. mit Charlie Mariano, Klaus Doldinger, Franz Wittenbrink, Hermann Breuer, Joan Baez, Mercedes Sosa und Konstantin Wecker. An den Münchner Kammerspielen und am Residenztheater ist er als Theatermusiker tätig.

 Foto: Eva-Maria Lerchenberg-Thöny 

Termin: Samstag, 23. September 2017, 20 Uhr
Abendkasse: 22 Euro
Vorverkauf: 18 Euro

Teetotallers- Irish Folk Music
Musik in der Kulturfabrik

Hinter diesem Namen, welcher eigentlich „Abstinenzler“ bedeutet, verbergen sich 4 Neumarkter Musiker/innen (und ein Wahlfranke), die ihre Liebe zur irischen Musik – singend, und der Liebe zum Whiskey - nur pur, unter Abstinenz des Wassers, frönen. 


Die seit vierzehn Jahren bestehende Irish Folk Band Teetotallers spielte sich anfangs durch die Pubs und Kneipen in Neumarkt und ist mittlerweile überregional in ganz Bayern auf musikalischer Reise. Mit typischen Instrumenten wie Bodhrán, Geige und Tin Whistle werden die Klänge Irlands heraufbeschworen. 

Mit viel Erfolg sammelten und sammeln die Teetotallers Erfahrungen in Irland, sei es als Session-Musiker oder als Solisten. In Pups in Dublin sowie entlang der irischen Westküste, unter anderem auch in Doolin und Westport, waren und sind sie gern gesehene Gäste. 

Ein Abend mit den Teetotallers ist wie eine Reise auf die Grüne Insel. 

Freuen darf man sich besonders auf musikalische Leckerbissen wie „The Irish Washerwoman“ von Leroy Anderson, auch bekannt aus dem Film „Titanic“ oder die Welt der Zwerge und Riesen in „Gullivers Travels“ von Bert Appermont, das vielen noch als Kinderbuch bekannt sein dürfte.

Foto: Teetotallers 

Termin: Freitag, 29. September 2017, 20 Uhr
Abendkasse: 13 Euro
Vorverkauf: 11 Euro

Wiggerl - Werd scho wern!
Boarisch Kabarett in der Kulturfabrik

Ein kleines „Best of“ mit ganz viel neuen Geschichten und Gags und einer ordentlichen Portion Gesang, so stellt sich das neue Kabarett und Comedy Programm von Martin Wichary alias Wiggerl aus Berglern zusammen. 


Natürlich wie immer völlig unpolitisch und aus dem Leben gegriffen. Kracherd boarisch mit Schenkelklopfern gespickt und garniert und oft nur ganz knapp über der Gürtellinie. Allerdings wie gewohnt mit ganz viel Augenzwickern, Selbstironie und so sympathisch, dass man ihm selbst bei den schärfsten Pointen nicht böse sein kann.

Wiggerl eben, so wie ihn sein Publikum schätzt und liebt, bairisch natürlich und erfrischend. Das knapp zweistündige Programm vergeht wie im Fluge das die Leute verwundert auf die Uhr schauen ob das jetzt wirklich sein kann!

Mit „Steckerlschua“ ist Wiggerl auch ein kleiner Hit gelungen den er gerne und mit voller Inbrunst zum Besten gibt.

Schlager ist sowieso ein großes Thema in seiner Show, dabei bleibt niemand verschont, weder Carmen Nebel noch Andy Borg. Auch die „Beiden Fischer von San Juan“ die in Wirklichkeit die „Amigos“ heißen nimmt sich Wiggerl zur Brust.

Man kann und darf also einiges erwarten in der Kulturfabrik Berching.

 Foto: Martin Wichary 

Termin: Samstag, 07. Oktober 2017, 20 Uhr
Abendkasse: 13 Euro
Vorverkauf: 11 Euro

ReBelcanto
****** aktuell: Lorenzkirche, Berching ******

 Der bekannte tschechische Chor „Rebelcanto“ macht Station in Berching und wird auf der Bühne des Hans Kuffer Parks singen und spielen. Geboten werden Melodien aus dem klassischen Bereich, Volkslieder verschiedener Nationalitäten, Negrospirituals, klassischer Jazz und Ausflüge in die Welt der Oper und des Musicals.


Die Besucher erwartet ein engagiertes Ensemble unter der künstlerischen Leistung von Petr Hostinsky. 

Hostinsky ist Absolvent des Konservatoriums in Pardubice im Bereich Orgel (bei Professor Vaclav Uhlir) und Dirigieren (bei Proffesor Vastislav Novák). Er studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag Orgel bei Professor Jan Hora. 

Der Vokal-Instrumental-Kammerchor Rebelcanto wurde im Jahr 1988 zuerst unter dem Namen „Konzervicka“ gegründet. Gründer war der Komponist und Pädagoge des Pardubicer Konservatoriums, Miroslav Raichl (1930-1998). 

Die damaligen Mitglieder des Chores setzten sich zusammen aus Studenten der Gesangsabteilung des Konservatoriums, meist aus der Klasse von Professorin Svatava Subert, zusammen. Viele der ehemaligen Mitglieder treten heute auf führenden tschechischen und ausländischen Bühnen auf.

Ein ungewöhnlich vielseitiges Genre und die Auffassung der Auftritte unterscheidet Rebelcanto deutlisch von anderen Gesangschören. Bei ihren Auftritten wird Musik von der Renaissance über den Barock bis zu den Vokalwerken zeitgenössischer Autoren geboten.

Rebelcanto stellt des Weiteren gerne Volkslieder aus der ganzen Welt, Spirituals, Evergreens, Musicalmelodien, Jazz und Arien aus berühmten Opernwerken in den Mittelpunkt. Die Qualität und Wirksamkeit der musikalieschen Bearbeitungen durch Miroslav Raichl trugen im Wesentlichen zum Erfolg bei. Seine Bearbeitungen sind dem Ensemble wie auf den Leib geschnitten.

Rebelcanto kann auf eine Vielzahl von Konzerten Europa zurückblicken. Zweimal repräsentierte sich die Gruppe die Tschechische Republik beim Festival der tschechischen Musik in Warwick & Leamigton in Großbritannien. Am internationalen Musikwettbewerb im italienischen Riva del Garda (1990) und im deutschen Nentershausen (1999) errang das Ensemble in seiner Kategorie den ersten Platz.

Das heutige Repertoire ist überwiegend das Vermächtnis von Miroslav Raichl. Es gehört schon zur Klassik der tschechischen Vokalmusik des 20. Jahrhunderts. Seine Vorstellung beruhte auf der Qualität der Komposition, die auf die Interpretation aufgebaut ist. Rebelcanto gelingt es stets, dieses Vermächtnis im Chorgesang zu erfüllen. Darüber hinaus gilt nach wie vor Raichls Meinung: „Weder im Publikum noch bei den Musikern darf Langeweile aufkommen.“

Foto: Rebelcanto

Termin: Sonntag, 17. September 2017, 19 Uhr
  Eintritt frei - Spenden erwünscht